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Lebende Bücher - movables - libri animati - livres animés
Ein kurzer Überblick
Die Anfänge
Lebende Bücher, Bücher also die mittels bewegbarer Teile belebt werden haben eine lange Geschichte. Viele verschiedenartige Formen sind im Lauf der Zeit entstanden: Bücher mit Drehscheiben, Klappen zum Auf- und Zudecken und Ziehlaschen, Guckkastenbücher, Jalousienbilder, pop-ups sind nur einige dieser Elemente, die ausgehend von den frühen Anfängen im Mittelalter in den letzten beiden Jahrhunderten mit beeindruckender Creativität zu großer Perfektion weiterentwickelt wurden.
 Wann die ersten Bücher und Manuskripte mit beweglichen Teilen erschienen sind und wem hierfür die Urheberschaft zuerkannt werden darf ist heute nicht mehr feststellbar. Bekannt sind erste Manufacte ab dem 13. Jahrhundert.
Mit Beginn der Renaissance wächst das Interesse an naturwissenschaftlichen Erscheinungen. Lange vor der Erfindung des Buchdrucks werden dazu in die Handschriften sogenannte Volvellen (vereinfacht ausgedrückt Drehscheiben) aufgenommen, die die Erscheinung und Vorhersage astronomischer Phänomene, astrologische Zusammenhänge, die menschliche Anatomie oder technische Apparate veranschaulichen, mit deren Hilfe aber auch Buchstaben und Ziffern zu verschlüsseln sind oder die Zukunft vorher gesagt werden kann. Zu den ersten bekannten Büchern dieser Art zählt eine philosophische Abhandlung des Katalanischen Mystikers und Dichters Ramón Llull (1235-1316) von Majorca.
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