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Lebende Bücher - movables - libri animati - livres animés


Im Laufe des achtzehnten Jahrhunderts entwickelt der Londoner Verleger Robert Sayer die Verwandlungsbücher weiter, die sich fortan als unterhaltsame Metamorphosen oder turn-up books großer Beliebtheit bei jung und alt erfreuen und als 'Harlequinaden' die Abenteuer eines Harlequins veranschaulichen. Durch Auf- und Zudecken der Klappen ändert sich  die Illustration und begleitet so auf unterhaltsame Weise den Text des Buches. Waren die frühen Verwandlungsbücher nur für die Erwachsenen bestimmt erscheinen nunmehr auch Bücher, die Kinder erfreuen.

Dem Prinzip der Verwandlungsbücher folgend erscheinen circa 1810 die Paper Doll Books des englischen Verlagshauses S. & J. Fuller und ab 1820 die Toilet Books von William Grimaldi, in denen Figuren mit verschiedenen Kleidungsstücken zu einem neuen Bild zusammengesetzt werden. Diese Bücher laden zum Spielen ein und werden toy books genannt.

Um circa 1850 kommen die ersten Guckkastenbücher - Peep Shows - auf den Buchmarkt. Die Idee hierzu ist den seinerzeit beliebten Attraktionen auf Jahrmärkten entlehnt, in denen in einem Kasten hintereinander aufgebaute Bildebenen ein Panorama ergaben, das durch ein kleines Loch betrachtet werden konnte. Dieses Prinzip wurde auf Bücher übertragen, die ähnlich einer Ziehharmonika eine Kulisse öffnen. Der Blick durch ein Loch im Deckel Buches gibt den Blick frei auf ein räumliches Bild, eine Welt im Kleinen.

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Geschichte der lebenden Bücher
Die Anfänge   • 1770 bis 1850   • 1850 bis 1870   • 1870 bis 1880
Meggendorfer 1930 bis 1940   • 1960 bis heute •   Ausblick